
Aus besten Kakaomassen, feinstem Rohmarzipan und edlen Bränden
fertigen wir in Handarbeit über 40 Sorten Tafelschokoladen. Unsere Schokolade
wird aus den besten Edelkakaosorten biologischen Ursprungs von uns selbst
gemischt. Die Edelbitter- Schokolade hat 80 % bis 100% Kakaobestandteile, die
Milchschokolade hat 45% bis 49% Kakaobestandteile. Die Zutaten für die Füllungen
kommen zum Teil aus eigenem Anbau (Wachauer Marillen, Himbeeren, Zwetschken,
Birnen, Kräuter) oder von Bio-Lieferanten. Es werden keine Stabilisatoren,
Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker verwendet. Jede Tafelschokolade
hat 65-70 g und ist ca. 6 Monate haltbar. Weichere Füllungen und der bessere
Geschmack hebt uns von den Mitbewerbern ab.

Die
Kakao-Kultur folgt dem Äquator:
Geografie
und Geschichte
Die heutigen Anbauregionen des Kakaos liegen klimabedingt zwischen
dem 18. Breitengrad nördlich und dem 15. Breitengrad südlich
des Äquators. Für unsere neuen, sortenreinen Ursprungsschokoladen
haben wir Kakaosorten aus Ecuador (Arriba), Venezuela (Rio Caribe)
und Trinidad ausgewählt. Schon lange bevor Columbus die neue
Welt entdeckte und Cortez sie eroberte, war die Frucht des Kakaobaums
hochgeschätzt. Sowohl bei den Maya als auch den später
herrschenden Azteken war der Kakao ein bedeutender Bestandteil
ihrer Kulturen und wurde sogar als Zahlungsmittel verwendet. Vor
allem die Azteken haben besonderen Anteil an der Entstehung von
Schokolade, da sie mit Xocolatl den ersten Schokoladentrunk herstellten.
Hernando Cortez brachte Anfang des 16. Jahrhunderts den Kakao
als Pflanze zur Kultivierung von Übersee nach Europa, allerdings
ohne nachhaltigen Erfolg. Das Klima für die Kakaobäume
war einfach zu rau, da die Pflanzen ein feuchtwarmes, tropisches
Klima benötigen.
Botanik
Der Kakaobaum gehört zur Familie der Sterculiaceae (Sterkuliengewächse)
und besteht aus einem langen, dünnen Unterholzbaum, der im
Schatten großer tropischer Bäume 10-15 m hoch werden
kann. Um die Arbeit auf den Plantagen zu erleichtern, wird er
meist auf ca. 2-6 m zurückgestutzt. Der Baum benötigt
zum Wachstum eine mittlere Jahrestemperatur von ca. 25°C bei
hoher Luftfeuchtigkeit. Eine botanische Besonderheit ist die Stammblütigkeit
(Cauliflorie), d.h. die Blüten wachsen nicht an Ästen,
sondern direkt am Stamm, an dem gleichzeitig bereits Kakaofrüchte
heranreifen. Die Haupterntezeit sind die Monate Oktober bis März;
insgesamt trägt ein Baum ca. 20-50 Früchte pro Jahr.
Die Kakaofrüchte sind gelb bis rotbraun, 7-10 cm dick, 15-20
cm lang sowie oval in der Form. Auch nahezu kugelrunde Varietäten
kommen vor. Der Inhalt besteht aus 25-40 weißlichen bis
violetten Samen, die in einer süßsäuerlichen Fruchtmasse
eingebettet sind. Diese Samen bilden als Kakaobohnen den Rohstoff
für die Kakaoerzeugnisse. Seinen botanischen Namen "Theobroma
Cacao L." erhielt der Kakaobaum von dem schwedischen Naturforscher
Carl von Linné, der eine umfassende Einteilung der Pflanzen
vornahm. Aus dem Griechischen übersetzt heißt dies
"Speise der Götter".

Der
Kakaobaum wird botanisch in die drei Hauptformen Criollo, Forastero
und Trinitario eingeteilt:
Criollo
(der Edle/der Einheimische) ist eine sehr zarte Kakaopflanze mit
kleinen meist rötlichen Früchten. Der Ertrag ist vergleichsweise
gering, der Anspruch an die Bedingungen wie Klima und Boden dagegen
sehr hoch. Außerdem ist Criollo anfällig gegenüber
Krankheiten und Schädlingen. Die Fermentation der Kakaobohnen
ist meist kurz. Criollo-Kakaobohnen sind besonders aromatisch
und verleihen der Schokolade eine feine Note und einen besonderen,
unverwechselbaren Charakter. Dieser kann von Ernte zu Ernte ähnlich
wie bei Wein variieren. Criollo-Bohnen sind begehrt und eine Rarität.
Der Gesamtertrag beträgt nur 3-5% der Kakaowelternte.
Forastero
(der Fremdling) wird auch als Konsumkakao bezeichnet und ist wesentlich
widerstandsfähiger und ertragreicher als der Criollo sowie
beständiger gegen Krankheiten. Forastero-Kakaosorten geben
der Schokolade eine dunkle Farbe und einen ausgewogenen, kräftigen
Schokoladengeschmack ohne die eleganten Noten eines Criollo. Stammheimat
des Forastero ist das Amazonasgebiet, wo anfänglich nur die
natürlichen Vorkommen genutzt wurden. Erst die europäischen
Eroberer brachten den Forastero nach Westafrika, wo heute in der
Elfenbeinküste und in Ghana die Hauptmengen geerntet werden.
Inzwischen beträgt der Gesamtanteil an der Welternte über
80%.
Trinitario
(aus Trinidad) ist eine relativ neue Züchtung durch Kreuzung
der beiden Sorten Criollo und Forastero. Die Vorteile beider Arten,
wie die hohe Widerstandsfähigkeit, der höhere Ertrag
sowie der Gehalt an feineren Geschmacksnoten, konnten vereint
werden. Die Früchte dieser neuen Art variieren stark in Form,
Größe und Farbe. Trinitarios werden außerdem
häufig für weitere Kreuzungen mit Criollos oder Forasteros
eingesetzt. So gibt es zum Beispiel Trinitarios mit starkem Criollo-Einschlag.
Der Anteil des Trinitario beträgt derzeit ca. 10 -15 % an
der Weltgesamternte.

Kakao-Aroma
Der Geschmackseindruck des Kakaos wird von über 400 verschiedenen
Aromastoffen bestimmt. Ausgangspunkt ist die Fermentation der
frischen Kakaobohnen, die mit dem sie umgebenden süßsäuerlichen
Fruchtfleisch einem Gärungsprozess von mehreren Tagen unterzogen
werden, wobei die Vorstufen neuer Aromastoffe entstehen. Danach
erfolgt eine Trocknung in der Sonne, die etwa 7 bis 14 Tage dauert.
Während des darauffolgenden Röstens der Kakaobohnen
findet die sogenannte Maillard-Reaktion statt, bei welcher Aminosäuren
oder Peptide mit reduzierenden Zuckern, z.B. Fructose, reagieren
und in erheblichem Maße geschmacksbestimmende Aromastoffe
gebildet werden. Da auch unerwünschte Aromastoffe, z.B. Essigsäure,
vorhanden sind, werden die Schokoladenmassen bei ca. 70°C
über längere Zeit conchiert. Durch die permanente Bewegung
bei den höheren Temperaturen entweichen unerwünschte
Aromastoffe und die Masse wird in Geschmack, Schmelz und Homogenität
vollendet.

Die Bio- Konditorei Klaus Hanauer
hat für die Verpackung ihrer hochwertigen handgemachten Schokoladen ein
adäquates Design gesucht und den international vielfach ausgezeichneten Designer
Prof. Franz Basdera gefunden, der dieses Vorhaben umsetzte. Franz Basdera,
weltweit durch seine bunten Kühe und Strichmännchen bekannt, die bereits zu
Museumsehren (MAK Wien – Kunstblättersammlung) gekommen sind, hat die Verpackung
der Hanauer Schokoladen einem Facelifting unterzogen. Als seit über zwanzig
Jahren überzeugter Vegetarier und Anhänger des Bio-Gedankens, ist er der
kongeniale Partner für diese originellen Schokoladenkreationen. Franz Basdera
arbeitet vorwiegend für internationale Konzerne der Auto-, Milch- und
Papierindustrie. Es ist ihm eine Ehre,
einmal ein Design für ein österreichisches Spitzenprodukt zu entwickeln.
Originalzitat von Franz Basdera:
"Das Leben ist zu kurz um herkömmliche Schokolade zu essen, daher genieße ich
nur Hanauer Schokolade."